Natron-Deo selber rühren

Creme-Deo oder festes Deo selber machen

Deo-Creme selbst herstellenDas ist eines meiner Lieblingsrezepte: festes Deo, bzw. Creme-Deo mit Natron aus der eigenen Küche. Supereinfach auch für Absoluteselbstrührerbeginner UND *trommelwirbel* es WIRKT! Klar, jede Achsel is anners, bei mir aber wirkt das besser als jeder erdenkliche Aluminium-Chemiecocktail oder jede Alnatura-Weleda-Mischung der Welt. Ich war schon ziemlich von den Socken, als ich das das erste Mal getestet hatte. Probiert es mal aus! 🙂

Luxus-Creme-Deo Rezept

Die Rezeptliste der notwendigen Inhaltsstoffe könnte kürzer nicht sein:

  • Natron oder auch Natriumhydrogencarbonat

Das Kaisernatron aus der Drogerie muss nämlich auf jeden Fall „rein“, alles andere pimpt. 😉 Den theoretisch kann man das Natronpulver auch einfach unter die Achseln pudern, damit es nicht müffelt. Doch ich mag es natürlich luxuriöser… *-*

Für so ein Luxus-Deo brauchst Du folgendes:

  • 4 TL Natron (auch Kaisernatron, bzw. NaHCO3; nicht NAOH!)
  • 3 TL Stärke (z.B. Pfeilwurzelmehl)
  • 3 TL Zinkoxid
  • 3 TL Babassuöl oder Kokosöl
  • 2 TL Sheabutter
  • 1 TL Salbeiöl oder anderes ätherisches Öl
  • evtl etwas flüssiges Öl, z.B.  Aprikosenkernöl, Mandelöl…

Salbeiöl wirkt schweißhemmend und Zinkoxid astringierend. Beide Inhaltsstoffe fördern also die Wirkung des Deos.

Die ganzen Öle und Fette machen aus den pudrigen Bestandteilen eine Creme. Je mehr feste Fette, desto härter, je mehr flüssige Fette, desto weicher wird das Deo. Probieren geht über studieren. Am Anfang habe ich erstmal wirklich nur diese Teelöffelmengen genommen, um es auszuprobieren. Mit mehr Erfahrung geht natürlich auch mehr. 🙂

Zutaten wo einkaufen?

Natron gibt es in jeder Drogerie. Pfeilwurzelmehl und Aprikosenkernöl gibt’s im Bioladen oder gut sortierten Supermarkt. Das Zinkoxid, das Babassuöl, die Sheabutter und das Salbeiöl habe ich im Internet bei Behawe bestellt. Wer suchet, der findet. 🙂

Anrühren des Deos

Wenn Du mein Rezept verwendest, dann empfehle ich, die festen Fette erst mal im Wasserbad oder direkt im Topf zu erwärmen bis sie flüssig werden. Währenddessen kannst Du die pudrigen Bestandteile auf Konsistenz begutachten. Ist alles schon fein gemahlen? Dann kannst Du alles schon mal in den Tiegel/ die Dose/ die Schale tun, in die Du das Deo einfüllen willst.  Ansonsten in den Mörser geben und stösseln bis es Pulver gibt! Yeah! 😀

Dann gießt Du einfach alle festen, flüssigen und ätherischen Öle hinzu in Dein Gefäß und rührst die Masse um. Aber Achtung: Erst am nächsten Tag wird sich die wahre Konsistenz enthüllen. 😉 Möglicherweise zu fest oder zu flüssig? Theoretisch kannst Du alles noch mal einschmelzen. Jedoch wird von dem ätherischen Öl dann einiges an Wirkstoffen verfliegen. Ich jedenfalls bin schon mit bröselig fester und fließender Deo-Creme klar gekommen. Geht alles.

So rührst Du Dir Dein Deo selber an
So rührst Du Dir Dein Deo selber an

Vorteile des selbst gemachten festen Deos

  1. Es wirkt (bei mir und vielen anderen Selbstrührern)
  2. Einfach herzustellen. Du brauchst nur die verschiedenen Zutaten zu kaufen und mixen.
  3. Diskret und einfach anzuwenden: nach Bedarf unter die Achsel schmieren, fertig. Das geht auch im Sportcenter ohne rote Backen zu bekommen. Manch andere Do-it-Yourself-Rezepte weichen  ja deutlich mehr von der Norm ab, z.B. Haare mit Seife und Rinse waschen. Das mache ich nicht unbedingt in der Öffentlichkeit. XD
  4. Minimal viel Chemie auf der Haut. Natron ist beispielsweise in Backpulver, Brausepulver und  Sodawasser enthalten. Zinkoxid ist auch in heilungsfördernden Zinksalben enthalten, muss nicht hinein und ist evtl am ehesten bedenklich. Ich mach mir da aber keine Sorgen. 😉
  5. Ich mach es selbst! Yeah!
  6. Ist sehr ergiebig.

Nachteile des selbst gemachten festen Deos

Da fallen mir nur zwei mickrige Dinge ein:

  1. Zeitaufwand für Einkauf und Herstellung
  2. Sichtbar auf der Haut. Die pudrigen, weißen Bestandteile sind natürlich auf der Haut zu sehen. Ist mir persönlich wurscht, ich zieh dann halt Shirts mit längeren Ärmeln im Sommer an. Wen das stört, der sollte tatsächlich lieber nach einem anderen Deo-Rezept suchen. 😉
Das selbst gemachte Deo ist verrieben auf der Haut sichtbar
Das selbst gemachte Deo ist verrieben auf der Haut sichtbar

Aber wen stören schon zwei so Pünktchen bei der Latte an Vorteilen? ;-D

Viel Spaß beim Rühren wünscht
Sophia

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11 Kommentare zu „Creme-Deo oder festes Deo selber machen“

  1. feine Sache, mit diesem Deo 😉 man sollte das Deo richtig einreiben,dann gibt es keine weissen Stellen. Zumindest ,ist es bei mir so. ich erwärme auch nix,die pulvrigen Sachen werden nochmal feinst gemörsert und dann mit Shea verrührt(mehr geknetet 🙂 und etwas Mandelöl dazu und das wars….

    1. Ah, okay. Das ist ja sogar noch einfacher. Machst du Zinkoxid rein? Das kann man ja auch zum Färben von Seife nehmen. Vielleicht ist mein Deo deshalb so gut sichtbar auf der Haut…?

      1. Zinkoxid ist ja der Bringer (Schutz,Entzündungshemmer und Antibakteriell)Neben Natron, ist Zinkoxid auch als Geruchskiller tätig…. in Seife kommt dieses Tio 😉 hat mit Zinkoxid nix zu tun, sind 2 paar Schuhe….
        LG
        Sibylle

  2. Weiß schon was der Unterschied zwischen Titandioxid und Zinkoxid ist. ^^ Hab das hier gelesen: http://www.naturseife.com/seifenzutaten/seife-faerben.htm. Hab das auch noch nicht ausprobiert, aber möglicherweise kommt der weiße Puder auf der Haut tatsächlich davon. „Wegreiben“ lässt sich das nämlich nicht, bleibt auch nach Stunden noch weißlich.

    Vielleicht probier ich nächstes Mal ein Rezept ohne Zinkoxid. Ganz reduziert. Wär ja genial wenn das genauso gut wirkt und überdies nicht abfärbt!

    Danke für Deinen Tipp!

    Herzliche Grüße
    Sophia

    1. wenn ich die Rezeptur sehe, meine Meinung,ist die Menge des Zinkoxids zu viel. Ein Teelöffel genügt…..Probiere mal,es wirkt auch mit dieser Menge 😉

  3. hallo! bin grad beim schmelzen/mischen. leider hab ich so einen gelben pulver-satz…! der will sich nicht auflösen. was mache ich falsch? und wichtiger: wie krieg ich das weg? liebe grüsse aus zürich!

    1. PS ich hab kokosöl, natron, zinkoxid und einige TL tee (statt dem öl) gemischt. ist immer noch heiss.

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